Tipps Webauftritt

Dass auch kleine und mittelständische Unternehmen nicht mehr an einer Präsenz im world wide web vorbeikomment, ist eine Binsenweisheit. Mehr als jeder zweite Deutsche sucht seinen Arzt oder Handwerker, Dienstleister oder Händler im Internet. Viele Unternehmer tun sich aber immer noch schwer mit der eigenen Website, trauen sich die Technologie nicht zu, scheuen Kosten und Zeitaufwand. Oder einmal eingerichtet, fristet die Firmenhomepage ein kümmerliches Dasein. Dabei ist der optimale Web-Auftritt kein Zauberwerk und lässt sich mit einigen Tricks und Kniffen sogar sehr kostengünstig realisieren.

© Konstantin Gastmann / PIXELIO

Nutzerfreundlichkeit und Gestaltung
Wenn Sie sich Ihre eigene Website einrichten, sind einige wenige Spielregeln zu beachten. Der Internet-Nutzer ist ein flüchtiges Wesen und verwendet beim Surfen so wenig Zeit wie möglich. Bieten Sie Ihrem Besucher deshalb nicht zu viel Information auf einmal. Verwenden Sie kurze, aussagekräftige Texte mit Überschriften. Wenn Sie die für Ihr Geschäft wichtigsten Begriffe dabei verwenden, werden Sie übrigens auch besser von den Suchmaschinen gefunden. Hilfestellung leistet Ihnen dabei dieses Keyword-Tool. Vorteilhaft ist es, wenn Ihre Besucher eine Handlungsaufforderung erkennen (call-to-action), wie sie mit Ihnen in Kontakt treten können. Verwenden Sie gut lesbare Schrifttypen und achten Sie auf genügend Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund.

Bunte Bilder erzeugen eine freundliche, einladende Atmosphäre. Ein besonderer Eyecatcher sind Videos. Fesseln Sie Ihre Besucher mit einem kleinen gefilmten Einstieg in Ihr Unternehmen. Das kostet nicht die Welt. Schauen Sie sich hier ein Beispiel an. Achten Sie bei der Einbindung von Grafiken aber immer auch auf die Ladezeiten Ihrer Website. Je kürzer, desto besser. Verzichten Sie vor allem auf Flash-Animationen. Diese haben mitunter extrem lange Ladezeiten und werden zudem nicht auf den vielgenutzen Apple-Geräten iPhone und iPad angezeigt. Generell sollten Sie auf die Programmiersprache HTML5 setzen. Die künftige mobile Generation wird es Ihnen danken.

Gute Navitation für bessere Orientierung
Ganz wichtig ist auch die Struktur der Information, die Sie Ihrem Besucher anbieten. Schicken Sie ihn nicht in Sackgassen, sondern bauen Sie eine logische Navigation. Zeigen Sie Ihrem Kunden auch immer, wo er sich gerade befindet. Der Fachmann spricht hier von “Breadcrumbs” – also den Brotkrümeln wie im Märchen von Hänsel und Gretel. So findet der Nutzer auch immer den Weg zurück. Vermeiden Sie aber auch zu viele Unterebenen. Wenn Sie in Ihre Texte weiterführende Links zu externen Inhalten einbauen, achten Sie bei der technischen Einrichtung darauf, dass nach dem Klick ein neues Browserfenster öffnet. Sonst verlieren Sie Ihre Besucher. Umgekehrt ist es sehr nützlich für Sie, wenn andere Websiten auf Sie verweisen. Fachleute sprechen hier von Backlinks. Je öfter das passiert, umso interessanter werden Sie für Suchmaschinen, die Ihre Inhalte in den Suchergebnissen weiter oben platzieren.

Grundlage für die seriöse Beurteilung Ihrer Usability sind Kennzahlen. Wer klickt was? Wie ist der Clickflow? An welchen Stellen hakt es? Aufschluss über das Userverhalten können Sie sich kostenlos verschaffen mit Google Analytics. Weitere Tipps zur Usability finden sie hier.

© TVG-Verlag

Kostenlose Tools
Eine weitere Möglichkeit zu einer nützlichen Erweiterung Ihres inhaltlichen Spektrums ist der Einbau kostenloser Tools. Aktuelle lokale Wetterinformationen bietet Ihnen WetterInfo. Möchten Sie Ihren Besuchern die Möglichkeit zur Suche nach Telefonnummern geben, verwenden Sie die WerWasWo-Felder von Das Telefonbuch. Animieren Sie Ihre zufriedenen Kunden, Gutes über Sie zu schreiben und ins Netz zu stellen. Möglich ist das über das kostenlose Bewertungs-Widget von golocal.de. Darüber hinaus bieten Ihnen die großen sozialen Netzwerke Hilfestellung mit sogenannten PlugIns. Der Klick auf die jeweiligen Icons führt Ihre Inhalte einer viel größeren Leserschaft bei Facebook, Twitter, Google+ oder XING zu. Am besten platzieren Sie diese PlugIns in einem Unternehmensblog, in die Sie aktuelle Inhalte zu geschäftlich interessanten Ereignissen setzen.

Dienstleister für den Einstieg
Wenn Sie für den Einstieg ins Internet doch lieber professionelle Unterstützung hinzuziehen möchten finden Sie beispielsweise bei Heise Media Service oder kostengünstige Komplettpakete. Eine Übersicht mit weiteren Anbietern zeigt Websitetooltester … und hier ein paar schöne Beispiele
Und auch die Suchmaschinenoptimierung muss nicht teuer sein wie dieses Beispiel aus Hamburg zeigt.